Unsichtbar genial – Projektwoche an IGS Waldfischbach-Burgalben

Im Rahmen der Projektwoche an der IGS Daniel-Theysohn Waldfischbach-Burgalben Ende Mai 2026 erhielten 21 Schülerinnen der Klassen 9 und 10 einen ganz besonderen Einblick in die Welt der MINT-Fächer. Unter dem Motto „Unsichtbar genial – „Schule ohne Rassismus/Schule mit Courage“ trifft Frauen in MINT verband das Projekt gesellschaftliche Fragestellungen mit naturwissenschaftlichem Arbeiten und zeigte eindrucksvoll, wie wichtig Sichtbarkeit, Vorbilder und Chancengleichheit in Wissenschaft und Technik sind.

Den Auftakt bildete der Film „Hidden Figures“, der die Geschichte dreier afroamerikanischer Mathematikerinnen erzählt, deren Leistungen für die US-Raumfahrt lange im Hintergrund blieben. Daran anschließend setzten sich die Schülerinnen mit dem Matilda-Effekt auseinander – dem Phänomen, dass wissenschaftliche Leistungen von Frauen häufig weniger Anerkennung erhalten oder unsichtbar gemacht werden. Anschließend recherchierten die Mädchen nach weiteren MINT-Frauen, die von dieser Symptomatik betroffen waren, zur Gestaltung einer „Wall of Fame“ für das kommende Schulfest.

Dann ging es ans praktische Arbeiten in zwei praxisnahen Workshops:

„Calliope im Weltraum“ – Programmieren für die Raumfahrt
Zu Beginn reflektierte die Gruppe die Lebens- und Forschungsleistung von Katherine Johnson, deren mathematische Berechnungen entscheidend für die Raumfahrt waren. Anschließend erhielten die Schülerinnen eine Einführung in die Grundlagen der Programmierung und arbeiteten mit dem Mikrocontroller Calliope. Unter dem Motto „Calliope im Weltraum“ meisterten sie verschiedene Aufgabenstellungen rund um eine simulierte Raumfahrtmission und erlebten dabei, wie kreative Problemlösung und technisches Denken zusammenwirken. In einer offenen Gesprächsrunde berichteten die begleitenden Mentorinnen außerdem von ihren eigenen Studienwegen und gaben Einblicke in MINT-Studiengänge und das Hochschulleben.

 „CSI: Ada“ – Die Bedeutung von DNA in der Kriminaltechnik
In diesem Workshop schlüpften die Schülerinnen selbst in die Rolle von Ermittlerinnen. Nach einer Reflexion über die Wissenschaftlerin Rosalind Franklin und ihre zentrale Bedeutung für die Erforschung der DNA, folgte ein spannender Krimi-Workshop mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt. Beim anschließenden DNA-Versuch konnten die Teilnehmerinnen selbst experimentieren und nachvollziehen, welche Rolle genetische Spuren in der kriminaltechnischen Arbeit spielen. Auch hier bot die abschließende Diskussionsrunde mit den Studentinnen der RPTU Gelegenheit, Fragen zu Studieninhalten, Berufswegen und persönlichen Erfahrungen zu stellen.

Die Projektwoche machte deutlich: Wissenschaft lebt von Vielfalt, Neugier und mutigen Perspektiven. Durch die Verbindung aus historischen Vorbildern, praktischen Erfahrungen und persönlichen Begegnungen wurden die Schülerinnen ermutigt, eigene Interessen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik weiterzuverfolgen.

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