Wie weckt man frühzeitig Interesse an Programmierung, Künstlicher Intelligenz und Technik – und stärkt gleichzeitig das Selbstvertrauen von Mädchen in einem Bereich, der noch immer stark von Stereotypen geprägt ist?
Mit der AG „Smart Girls Code – Dein Einstieg in Coding & KI“ am Burggymnasium Kaiserslautern zeigt das Ada-Lovelace-Projekt, wie genau das gelingen kann.
Im Schuljahr 2025/2026 nehmen 13 Schülerinnen der 8. Klassen an der AG teil. In sechs aufeinander aufbauenden Terminen im 14-täglichen Rhythmus erhalten sie einen praxisnahen, spielerischen und gleichzeitig fundierten Einstieg in die Welt der Informatik, Robotik und Künstlichen Intelligenz. Dabei ging es nicht um trockene Theorie, sondern um eigenes Ausprobieren, kreative Ideen und das Erfolgserlebnis, selbst etwas zu erschaffen.
Die Schülerinnen programmieren mit dem Calliope mini, entwickeln ein digitales Tamagotchi, setzen Spiele mit Scratch um und arbeiten nun mit Lego Spike an ersten Robotik- und KI-Anwendungen. Schritt für Schritt lernen sie zentrale Konzepte wie Variablen, logisches Denken, Algorithmen und einfache Modelle neuronaler Netze kennen – begleitet von Mentorinnen des Ada-Lovelace-Projekts und eingebettet in konkrete Projekte, die neugierig machen und Spaß bereiten.
Dass Angebote wie diese gerade in der Mittelstufe so wichtig sind, zeigt auch die Forschung: Studien belegen, dass Mädchen im Alter zwischen etwa 11 und 14 Jahren häufig beginnen, ihr eigenes Können in MINT-Fächern kritischer einzuschätzen, unabhängig von ihren tatsächlichen Leistungen. Gesellschaftliche Rollenbilder und fehlende Vorbilder tragen dazu bei, dass Interesse und Selbstvertrauen in technischen Bereichen sinken. Frühzeitige, positive Lernerfahrungen können diesem Effekt gezielt entgegenwirken.
Das Burggymnasium Kaiserslautern, eine MINT-freundliche Schule und Kooperationsschule des Ada-Lovelace-Projekts, setzt gemeinsam mit dem ALP bewusst einen Schwerpunkt auf die Förderung von Mädchen in MINT. Die erfolgreiche Fortführung der AG in der zweiten Schuljahreshälfte 25/26 zeigt: Das Interesse ist groß, der Bedarf ebenso.
Ergänzend dazu bietet das Ada-Lovelace-Projekt bereits für die 6. Klassen einen Löt-Workshop an. So erhalten alle Schülerinnen frühzeitig einen praktischen Zugang zu Technik – unabhängig von Vorerfahrungen oder Vorwissen.
Die AG Smart Girls Code macht deutlich, worum es dem Ada-Lovelace-Projekt geht:
Mädchen zu ermutigen, ihre Fähigkeiten zu entdecken, technische Zusammenhänge zu verstehen und selbstbewusst ihren eigenen Weg in der digitalen Welt zu gehen.
Denn Zukunft ist digital – und sie braucht vielfältige Perspektiven.

Gemeinsam für mehr Mädchen in MINT: Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen dem Ada-Lovelace-Projekt, vertreten durch Prof. Dr. Björn Risch, Projektverantwortlicher des ALP an der RPTU, und dem Burggymnasium Kaiserslautern, vertreten durch Frau Silke Färber, Lehrerin für Physik und Biologie am Burggymnasium Kaiserslautern.