Neues Gutachten zur Bedeutung von Frauen in Ingenieur*innenberufen veröffentlicht: Insgesamt positives Ergebnis

Der Beschäftigtenanteil von Frauen in Ingenieur*innenberufen verzeichnet in den letzten Jahren einen erfreulichen Anstieg. Das ist das Ergebnis eines dieser Tage veröffentlichten Gutachtens des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) für den VDI e.V.. Positiv hervorgehoben wird darüber hinaus der ebenfalls steigende Frauenanteil unter Studierenden und Absolvent*innen der Ingenieurwissenschaften.

In seiner aktuellen Auswertung zum Arbeitsmarkt für Ingenieur*innen zeigt das IW: Der Anteil von Frauen in Ingenieur*innenberufen wächst spürbar – mit positiven gesamtgesellschaftlichen Effekten! Seit Ende 2012 bis Juni 2025 hat sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ingenieurinnen auf 217.400 nahezu verdoppelt; der Frauenanteil stieg damit von rund 15 auf gut 20 Prozent. In vielen zugehörigen Disziplinen steigen die Frauenanteile kontinuierlich weiter an. Betrachtet man die einzelnen Berufsgruppen genauer, so zeigt sich Folgendes: In den Ingenieur*innenberufen der Rohstofferzeugung und -gewinnung erreichte der Frauenanteil 2025 fast 45 Prozent – auf dem Gebiet der Energie- und Elektrotechnik sowie der Metallverarbeitung lag er dagegen lediglich bei 12 Prozent.

Der Gleichstand ist also noch nicht erreicht. Trotz wachsender Frauenanteile unter Studierenden, Absolvent*innen und dem wissenschaftlichen Personal in den Ingenieurwissenschaften bleibt der Abstand groß – gemessen an den nachweislich gleich hohen Kompetenzen junger Frauen. Mit gezielten Aktivierungsmaßnahmen – beginnend in der Schule und entlang zentraler Übergänge (Studienwahl, Berufseinstieg, Karriereentwicklung) – könnte die Zahl beschäftigter Frauen in Ingenieur*innen- und Informatikberufen bis 2035 um gut 56.000 über dem Basistrend liegen, so die Gutachtenden. Das entspräche einem zusätzlichen Wertschöpfungsbeitrag von rund 7 Milliarden Euro im Jahr 2035.

Was jetzt zählt (und was mir mit dem Ada-Lovelace-Projekt in Rheinland-Pfalz längst schon erfolgreich umsetzen):

  • Frühe Förderung von MINT-Kompetenzen und Berufsorientierung frei von Stereotypen.
  • Sichtbare Karrierepfade und Role Models in Unternehmen und Hochschulen.

„[…] Ferner gilt es, Mentoring- und Netzwerkprogramme zu etablieren, in denen sich junge Frauen, die vor der Berufs- oder Studienwahl stehen, mit Ingenieurinnen aus der Praxis austauschen können.“ – IW, 2026

Darüber hinaus werden die Unternehmen in die Pflicht genommen:

  • Passgenaue Rekrutierung, flexible Arbeitsmodelle und transparente Aufstiegschancen.
  • Kontinuierliches Re- und Upskilling, insbesondere an den Schnittstellen von Digitalisierung und Energiewende.

Die Botschaft ist klar: Mehr Ingenieurinnen sind kein „Nice-to-have“, sondern ein handfester Wettbewerbsfaktor – neben vielen weiteren positiven Effekten für mehr Gleichstellung und einen Abbau sämtlicher Gender-Gaps.

Klick hier um den vollständigen Artikel des IW zu lesen.

Nach oben scrollen