Mit Ada auf Entdeckungstour an der Waldökostation Remstecken

Das Ada-Lovelace-Projekt organisierte drei spannende Tage mit 18 Teilnehmerinnen im Alter zwischen 10 und 13 Jahren in der Natur- und Umweltbildungseinrichtung Waldökostation am Remstecken in Koblenz. In enger Zusammenarbeit mit dem Verantwortlichen der Waldökostation, Dipl.-Biol. Oliver Euskirchen, erarbeiteten die Mentorinnen des Ada-Lovelace-Projektes der Universität in Koblenz ein abwechslungsreiches Programm, um für die Schülerinnen Natur im Wortsinn begreifbar und erlebbar zu machen.

In den ersten Tag starteten die Teilnehmerinnen mit einer Gewässeruntersuchung. Sie sammelten und entdeckten allerhand Organismen und bestimmten ähnliche Tierarten, welche in und an Gewässern leben. Ein besonderes Highlight war zweifelsohne der seltene Feuersalamander, den die Schülerinnen entdeckten. Die europäische Amphibienart fällt durch ihre leuchtend gelben Flecken auf der glatten schwarzen Haut sofort ins Auge und ist ein faszinierender Bewohner von Laub- und Mischwaldgebieten. Dass auch der Koblenzer Stadtwald durch die extreme Trockenheit des diesjährigen Sommers betroffen ist, wurde bei der Untersuchung der Gewässer leider ebenfalls deutlich.

Umso wichtiger ist es, in der anhaltenden Klimakrise ein Bewusstsein für die Bedrohungen der Natur zu schaffen. In Umweltworkshops lernten die Teilnehmerinnen am zweiten Tag eine Menge über aktuelle Umweltverschmutzungen. In Frage-, Antworten- und Diskussionsrunden wurde deutlich: Das Thema hat spürbaren Einfluss auf die persönliche Lebenswirklichkeit und beschäftigt die Schülerinnen sehr. Mithilfe eines Umweltmemorys, Alltagstipps von A bis Z und einem Upcycling-Workshop konnten den Schülerinnen nachhaltige Anregungen etwa zur Vermeidung von Plastikmüll und zum Schutz der Umwelt vermittelt werden. Kreativ und spielerisch wurden verschiedene Themenschwerpunkte schließlich in einem Umwelt-Escape-Room-Game zusammengebracht.

Mit viel Bewegung und Spielen zur Wahrnehmung des Waldes mit allen Sinnen ging es auch in den letzten spannenden Tag an der Waldökostation. Bei der Bodenuntersuchung hieß es noch genau hinschauen, um Spinnen, Asseln, Tausendfüßler und Raupen auf dem erdigen Boden zu entdecken. Anschließend galt es mit verbundenen Augen die Gerüche des Waldes wahrzunehmen, die Rinden, Äste und Blätter der Bäume mit den Händen zu fühlen, sich zu orientieren und die vielen Geräusche wahrzunehmen, wenn es vermeintlich ganz still ist. Schnell wurde klar, im Wald gibt es nicht nur viel zu sehen, sondern auch viel zu hören, riechen, fühlen und lernen.

Durch die gute Zusammenarbeit von Oliver Euskirchen von der Waldökostation und den Mentorinnen des Ada-Lovelace-Projekts konnte den Schülerinnen Spaß, Leidenschaft und Faszination für Natur und Umwelt nähergebracht werden. Das gemeinsame Naturerleben und die Bildungsarbeit von Dozierenden, Studierenden und nicht zuletzt den teilnehmenden Schülerinnen erweist sich zudem stets als sehr fruchtbar für die Entwicklung neuer Ideen und Konzepte. Somit danken wir für die tolle Zusammenarbeit und freuen uns bereits auf neue Entdeckungstouren mit Ada.

Die Tage an der Waldökostation wurden gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz.

580a8d8f 1288 4757 816d 6b6da2972eeb
84007ac4 c6d0 40d6 a31b 695824b57cc5
Veröffentlicht in
Scroll to Top