MINTvernetzt-Jahrestagung 2026 in Hamburg: Vernetzung, Inspiration und außerschulische Lernorte

Wie können schulische und außerschulische Lernorte gemeinsam dazu beitragen, Kinder und Jugendliche für MINT zu begeistern? Diese und viele weitere Fragen standen im Mittelpunkt der diesjährigen MINTvernetzt-Jahrestagung, die am 23. und 24. September 2026 in Hamburg stattfand. Unter dem Motto „Schulisch-außerschulische Kooperationen – MINT den ganzen Tag“ kamen Akteurinnen und Akteure aus der MINT-Bildung zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, neue Impulse zu gewinnen und gemeinsame Perspektiven zu entwickeln.

Auch das Ada-Lovelace-Projekt war bei der Jahrestagung vertreten: Die Projektleiterinnen der RPTU Kaiserslautern und Uni Koblenz sowie die ZKS nutzten die Gelegenheit, sich mit anderen MINT-Akteurinnen und -Akteuren zu vernetzen, bestehende Kontakte zu vertiefen und neue Ideen für die eigene Arbeit mitzunehmen.

Außerschulische Lernorte hautnah erleben

Den Auftakt der Jahrestagung bildeten Exkursionen zu verschiedenen außerschulischen Lernorten in Hamburg. Neben dem Schülerforschungszentrum, dem Fab Lab St. Pauli und der Botschaft der Wildtiere konnten die Teilnehmenden unter anderem das MakerLab der Bücherhallen Hamburg in der Zentralbibliothek sowie das MINTarium kennenlernen.

Für die Vertreterinnen des ALP boten insbesondere diese beiden Lernorte spannende Einblicke.

Kreativ werden im MakerLab

Im MakerLab der Bücherhallen Hamburg wird deutlich, wie Bibliotheken zu modernen Lern- und Erfahrungsräumen werden können. Hier treffen digitale Technologien, handwerkliches Arbeiten, Kreativität und gemeinsames Lernen aufeinander. Das Maker-Konzept eröffnet Jugendlichen ab 16 Jahren Möglichkeiten, eigene Ideen umzusetzen, Dinge auszuprobieren und dabei ganz selbstverständlich MINT-Kompetenzen zu entwickeln.

Der Besuch machte anschaulich, welches Potenzial niedrigschwellige und offene Lernangebote haben: Nicht allein das fertige Produkt steht im Mittelpunkt, sondern vor allem der Weg dorthin – ausprobieren, tüfteln, Fehler machen, verändern und schließlich eine eigene Lösung entwickeln.

MINT erleben im MINTarium

Eine weitere Station war das MINTarium, ein außerschulischer Lernort, der MINT-Themen praxisnah und erlebnisorientiert vermittelt. Der Besuch bot zahlreiche Anregungen dafür, wie naturwissenschaftliche und technische Inhalte so gestaltet werden können, dass sie Neugier wecken und zum eigenen Entdecken einladen.

Gerade die Verbindung von Experimentieren, praktischem Handeln und fachlichen Zusammenhängen zeigt, welche wertvolle Ergänzung außerschulische Lernorte zum schulischen Lernen darstellen können.

Gemeinsam MINT-Bildung gestalten

Neben den Exkursionen bot die Jahrestagung zahlreiche Möglichkeiten für Austausch und Vernetzung. In Workshops, Impulsvorträgen und interaktiven Formaten wurde diskutiert, was erfolgreiche Kooperationen zwischen Schulen und außerschulischen Partnern auszeichnet, wo Herausforderungen liegen und wie aus einzelnen Projekten langfristige Partnerschaften entstehen können.

Ein zentraler Gedanke der Tagung war dabei: Gute MINT-Bildung braucht Vernetzung. Schulen, außerschulische Lernorte, Wissenschaft, Wirtschaft und weitere Bildungsakteure können ihre jeweiligen Stärken einbringen und gemeinsam vielfältige Lerngelegenheiten schaffen.

Für das ALP waren die beiden Tage in Hamburg daher nicht nur eine Gelegenheit, neue Konzepte kennenzulernen. Sie boten ebenso Raum für den persönlichen Austausch, für neue Kontakte und für die Frage, welche Impulse sich auf die eigene Arbeit übertragen lassen.

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