Mentorinnen der Uni Koblenz vertiefen ihre Kompetenzen für Bildung nachhaltiger Entwicklung an der Waldökostation

Fortbildung zu Klimawandel, Waldsicherheit und Gewässerökologie

Im Rahmen des Kooperationsprojekts „Klimaschutz und Nachhaltigkeit für junge Entdeckerinnen“ haben Mentorinnen des Ada-Lovelace-Projekts an einer praxisorientierten Fortbildung an der Waldökostation Koblenz teilgenommen. Ziel der Veranstaltung war es, die Teilnehmerinnen für die Planung und Durchführung von Bildungsangeboten im Wald zu qualifizieren und sie in ihrer Rolle als Multiplikatorinnen für Bildung nachhaltiger Entwicklung (BNE) zu stärken.

Die Fortbildung stand insbesondere im Zeichen der spürbaren Folgen des Klimawandels für Wald- und Gewässerökosysteme. Gemeinsam mit dem Leiter der Waldökostation, Oliver Euskirchen, beschäftigten sich die Mentorinnen mit aktuellen Herausforderungen für die Umweltbildung. Dabei wurden sowohl ökologische Veränderungen als auch sicherheitsrelevante Aspekte thematisiert, die bei der Durchführung von Waldprojekten zunehmend berücksichtigt werden müssen. Dazu zählen unter anderem Gefahren durch Totholz und abgestorbene Bäume infolge von Trockenheit, Risiken durch Waldbrände sowie der Umgang mit invasiven Pflanzenarten wie dem Riesenbärenklau.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Gewässeruntersuchung. Die Teilnehmerinnen lernten verschiedene Methoden kennen, um die Qualität von Fließgewässern zu beurteilen und ökologische Zusammenhänge erfahrbar zu machen. Durch die Untersuchung von Wasserlebewesen und Gewässerstrukturen erhielten sie praxisnahe Anregungen für zukünftige Bildungsangebote mit Kindern und Jugendlichen.

Während einer Exkursion durch den Wald wurden die Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels unmittelbar sichtbar. Die Mentorinnen diskutierten die Folgen von Hitze- und Trockenperioden, Veränderungen der Artenzusammensetzung sowie die Herausforderungen für einen zukunftsfähigen Wald. Ergänzt wurde das Programm durch interaktive Team- und Kooperationsspiele, die Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen altersgerecht und handlungsorientiert vermitteln. Diese Methodik knüpft an die Zielsetzung des Projekts an, junge Menschen auf spielerische und praxisnahe Weise für Naturwissenschaften, Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu begeistern.

In einem abschließenden Austausch entwickelten die Mentorinnen Ideen, wie die neuen Erkenntnisse in zukünftige Angebote für Mädchen und junge Frauen integriert werden können. Die Fortbildung lieferte hierfür zahlreiche fachliche Impulse und stärkte zugleich das Bewusstsein für die Verantwortung, Bildungsangebote sicher, aktuell und nachhaltig zu gestalten.

Die Teilnehmerinnen zogen ein rundum positives Fazit. Neben wertvollen fachlichen Erkenntnissen nahmen sie zahlreiche praktische Methoden und Anregungen mit, die künftig in die Arbeit des Projekts einfließen werden. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag, um junge Menschen für die Herausforderungen des Klimawandels zu sensibilisieren und sie zu einem nachhaltigen Handeln zu ermutigen.

Das Fortbildungsangebot ist Teil des Projekts „Klimaschutz und Nachhaltigkeit für junge Entdeckerinnen – Gendersensibles BNE‑Projekt für Schülerinnen von 10–14 Jahren“. Das Projekt wird im Rahmen der Kooperationsvereinbarung zur MINT‑Förderung durch die Ministerien aus den Bereichen Bildung, Frauen, Klimaschutz, Wirtschaft und Wissenschaft gefördert. Ziel ist es, junge Mädchen frühzeitig für Fragen der Nachhaltigkeit, des Umwelt‑ und Klimaschutzes sowie für MINT‑Themen zu sensibilisieren und zu begeistern.
Durchgeführt wird das Projekt von der Forschungsgruppe Informatik und ihre Didaktik in Kooperation mit dem Ada‑Lovelace‑Projekt der Universität Koblenz.

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