Kooperationsprojekt „Gendersensible MINT-Förderung im ländlichen Raum“ erfolgreich beendet

Mit dem Förderaufruf „MINT-Bildung und Studienorientierung im ländlichen Raum“ förderte das Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit 2022 den Ausbau der bisher ausgezeichneten MINT-Regionen mit dem Fokus auf den Übergang von Schule zum Studium.

Die staatlichen Hochschulen in RLP waren dabei aufgerufen, ihre vorhandenen Kompetenzen und Maßnahmen für die Studienorientierung im MINT-Bereich in die bisher ausgezeichneten MINT-Regionen in Rheinland-Pfalz einzubringen und sich mit diesen zu vernetzen, um insbesondere den ländlichen Raum noch stärker in die MINT-Regionen einzubeziehen.

Die Forschungsstelle Wissenstransfer unter Leitung von Prof. Dr. Liebert bekam mit dem Antrag „Gendersensible MINT-Förderung“ als eines von insgesamt 3 ausgezeichneten Koblenzer Universitätsprojekten den Zuschlag.

In Kooperation mit dem Ada-Lovelace-Projekt konnten mit Hilfe der Förderung zwei zusätzliche schulische MINT – AGs für insgesamt 23 Schülerinnen an zwei ausgezeichneten MINT-Regionen angeboten werden. Es handelte sich dabei um das Kurfürst-Balduin-Gymnasium in Münstermaifeld (Landkreis MYK) und um das Rhein-Wied-Gymnasium in Neuwied (Landkreis Neuwied). Insgesamt fanden 14 AG-Termine an beiden Schulen statt. Jeder Termin dauerte zwei bis drei Zeitstunden und fand als freiwilliges Veranstaltungsformat am Nachmittag statt.

Zu Beginn der AGs wurde den Teilnehmerinnen der Begriff MINT anhand kleiner Stationen und kurzer Workshops veranschaulicht und praktisch nähergebracht. Sogar das „I“ und damit die ersten Schritte im Coden und Programmieren lernten die Mädchen mit Hilfe des kleinen Roboter Kubo bereits am ersten Termin kennen.

Vielseitig und kreativ ging es mit „N“ weiter. Die Themen Recycling und Upcycling wurden über den Bau von Stifteboxen aus alten Tetrapacks bearbeitet. Passend dazu berechnete jede Teilnehmerin ihren eigenen ökologischen Fußabdruck. In großer Runde wurde lebhaft diskutiert, wie man diesen zukünftig verringern kann.

Mit Werkzeugen bewaffnet wurde im Rahmen des „T“ handwerklich gearbeitet. Jede Teilnehmerin baute dabei ihre eigene Vogelfutterstation, die später in den heimischen Gärten ein neues Zuhause fanden.  Viele der Mädchen hatten bis dato weder Säge noch Hammer in Händen gehalten, was aber keine davon abhielt, sich mit Feuereifer auszuprobieren. Am Ende dieser thematischen Einheit stand die Erkenntnis: „Es ist überhaupt nicht schwer, eine Bohrmaschine zu benutzen. Das hätte ich gar nicht gedacht!“

Vor allem das Thema Programmieren hatte es den Mädels seit des ersten Workshoptermins angetan. Nach „Kubo“ wurde immer wieder gefragt. Daher war die Freude sehr groß als neben Kubo auch noch der Mikrocontoroller „Calliope mini“ eingeführt wurde. Seither wurde und wird fleißig programmiert. Mit viel Spaß und Kreativität erleben sich die Teilnehmerinnen in diesem Rahmen nicht bloß als Konsumentinnen von Technik, sondern ebenfalls als deren Gestalterinnen. Diese Erfahrungen werden hoffentlich lange andauern und nachwirken.

Ansprechpartnerin der federführenden Hochschule:

Stephanie Justrie
E-Mail: justrie(at)uni-koblenz.de

AnsprechpartnerIn der MINT-Regionen:

Oosterdyk, Andrea
E-Mail: Andrea.oosterdvk(at)kreis-neuwied.de

Klemens Mair
E-Mail: klemens.mair(at)wfg-myk.de

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