Am 15. April 2026 durfte das Ada-Lovelace-Projekt eine internationale Schülergruppe der Realschule Kirn an der Technischen Hochschule Bingen begrüßen. Insgesamt 15 Schülerinnen und Schüler im Alter von 14 bis 17 Jahren nahmen im Rahmen eines deutsch-polnischen Austauschs an einem abwechslungsreichen Workshop-Programm teil. Neun der Jugendlichen kamen aus Polen und wurden von ihrem Lehrer begleitet, der die Kommunikation auf Englisch unterstützte und bei Bedarf ins Polnische übersetzte.
Der Besuch begann am Morgen mit einer gemeinsamen Begrüßung und der Einteilung in Arbeitsgruppen. Im Anschluss durchliefen die Teilnehmenden zwei interaktive Workshopphasen, die durch eine Pause unterbrochen wurden, bevor der Vormittag mit einem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa ausklang.
Im Zentrum des Programms stand ein wissenschaftlich fundierter Wasser-Workshop mit dem Schwerpunkt ökologische Nachhaltigkeit. Dabei wurden zentrale Aspekte des globalen Wasserkreislaufs behandelt, einschließlich der Prozesse der Verdunstung, Kondensation und Niederschlagsbildung. Ein besonderer Fokus lag auf der Qualität von Niederschlagswasser und möglichen anthropogenen Verunreinigungen. Die natürliche Filtration im Boden wurde als entscheidender Mechanismus zur Reinigung von Wasserressourcen thematisiert und experimentell nachgebildet.
Darüber hinaus setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit Verfahren der Trinkwassergewinnung sowie der Abwasserreinigung auseinander. Neben technischen und ökologischen Grundlagen wurden auch Aspekte des direkten, persönlichen Wasserverbrauchs im Alltag beleuchtet. Ergänzend dazu wurde das Konzept des „virtuellen Wassers“ eingeführt, das den indirekten Wasserverbrauch bei der Herstellung von Produkten beschreibt. In diesem Zusammenhang diskutierten die Teilnehmenden auch den globalen Wasserhandel und die damit verbundenen Herausforderungen für ein nachhaltiges Ressourcenmanagement künftiger Generationen.
Ein besonderes Merkmal des Workshops war seine internationale und mehrsprachige Ausrichtung: Die Inhalte wurden auf Deutsch und Englisch vermittelt und teilweise ins Polnische übersetzt. Dies ermöglichte nicht nur einen fachlichen Austausch über Sprachgrenzen hinweg, sondern förderte auch interkulturelle Kompetenzen.
Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich während des gesamten Tages äußerst interessiert, engagiert und diskussionsfreudig. In einem offenen und gewinnbringenden Dialog wurden gemeinsam konkrete Potenziale zur Reduktion des Wasserverbrauchs erarbeitet und reflektiert.