Wie begegnen wir Sexismus? Wie können wir Grenzen setzen und Betroffene unterstützen? Mit diesen Fragen setzten sich die Mentorinnen des Ada-Lovelace-Projekts der Universität Koblenz bei ihrem Mentorinnenseminar am 15. Oktober 2026. Dana Altpeter und Lotte Steinhauer vom Frauennotruf Koblenz e. V. gestalteten den Workshop „Stark gegen Sexismus und sexuelle Belästigung“. Die Qualifizierung wurde dabei von der zentralen Gleichstellungsbeauftragten der Universität Koblenz, Dr. Tanja Gnosa, unterstützt.
Im Mittelpunkt standen grundlegende Informationen zu Sexismus, sexualisierter Gewalt und intersektionaler Diskriminierung sowie deren Erscheinungsformen im Hochschulalltag. Anhand praxisnaher Beispiele diskutierten die Mentorinnen, wo sexistische Äußerungen und Grenzverletzungen beginnen, wie sie sich äußern und welche Auswirkungen sie auf Betroffene haben können. Dabei wurde deutlich, wie wichtig es ist, diskriminierendes Verhalten ernst zu nehmen und Grenzverletzungen nicht zu relativieren.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Frage, wie die Mentorinnen in ihrem eigenen Umfeld aktiv werden können – sei es an der Universität, in Schulen oder bei Workshops des Ada-Lovelace-Projekts. Anhand verschiedener Fallbeispiele erarbeiteten sie Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit sexistischen Äußerungen, unangemessenes Verhalten und digitale Belästigung. Dabei setzten sie sich damit auseinander, wie sie Betroffene unterstützen, Zivilcourage zeigen und zu einem respektvollen Miteinander beitragen können.
Das Seminar vermittelte nicht nur wichtiges Hintergrundwissen, sondern bot auch Raum für Austausch, persönliche Reflexion und die Entwicklung konkreter Handlungsstrategien. Als Mentorinnen sind die Studentinnen wichtige Vorbilder für Mädchen und junge Frauen im MINT-Bereich. Umso bedeutsamer ist es, dass sie für Sexismus, Diskriminierung und Grenzverletzungen sensibilisiert sind und wissen, welche Unterstützungs- und Beratungsangebote Betroffenen zur Verfügung stehen.
Die Mentorinnen empfanden den Workshop als bereichernd und stärkend für ihre Arbeit im Ada-Lovelace-Projekt. Insbesondere die konkreten Beispiele und der offene Austausch lieferten wertvolle Impulse für ihre Arbeit im Ada-Lovelace-Projekt. Das erworbene Wissen und die gemeinsam entwickelten Handlungsmöglichkeiten unterstützen sie dabei, sexistischem Verhalten und Diskriminierung künftig noch bewusster zu begegnen und sich für ein wertschätzendes, respektvolles und diskriminierungsfreies Miteinander einzusetzen.
Ein herzlicher Dank gilt Dana Altpeter, Lotte Steinhauer und dem Frauennotruf Koblenz e. V. sowie Dr. Tanja Gnosa für die Unterstützung dieser wichtigen Qualifizierungsmaßnahme und die wertvollen fachlichen Impulse.