Aktionsplan MINT+: Was steckt dahinter und was bedeutet er für die außerschulische MINT-Förderung?

Am 9. Juni 2026 haben das BMFTR und das BMBFSFJ auf dem 14. Nationalen MINT-Gipfel den neuen Aktionsplan MINT+ vorgestellt. Er stellt außerschulische MINT-Bildung als zentralen Baustein für Chancengerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe in den Mittelpunkt.

Was ist neu am „Plus“?

Der Aktionsplan baut auf früheren MINT-Förderprogrammen des Bundes auf, geht aber einen Schritt weiter. Das „+“ steht für einen integrativen Ansatz: MINT-Bildung soll künftig nicht als isoliertes Fachwissen verstanden werden, sondern als Grundlage für Zukunftskompetenzen, verbunden mit kreativen, gesellschaftlichen und demokratischen Perspektiven.

Chancengerechtigkeit als Querschnittsaufgabe

Ein zentrales Anliegen des Aktionsplans ist die strukturelle Benachteiligung bestimmter Gruppen im MINT-Bereich. Besonders hervorgehoben wird der Gender Gap: Mädchen und junge Frauen sind in vielen MINT-Feldern weiterhin unterrepräsentiert – nicht aufgrund fehlender Fähigkeiten, sondern wegen stereotyper Zuschreibungen, fehlender Vorbilder und Lernumgebungen, die nicht alle Zielgruppen gleichermaßen ansprechen.

Dass dieser Befund auf Bundesebene so klar benannt wird, ist wichtig. Denn er bestätigt, was die MINT-Community seit Jahren weiß: Die Ursachen liegen nicht bei den Mädchen selbst, sondern in den Strukturen bzw. im System selbst.

Was bedeutet das für das Ada-Lovelace-Projekt?

Das ALP arbeitet seit fast 30 Jahren genau an den Stellen, die der Aktionsplan nun als zentral markiert: außerschulisch, niedrigschwellig, mit Studentinnen als Rollenvorbildern auf Augenhöhe, gezielt für Mädchen und junge Frauen in Rheinland-Pfalz. Der Aktionsplan liefert damit eine starke politische Rückendeckung für diesen Ansatz.

Dass unsere Kooperationspartner MINTvernetzt und der MINT-Campus im Aktionsplan als zentrale Strukturen der bundesweiten MINT-Community benannt werden, ist für uns ein wichtiges Signal. Der MINT-Campus wird dabei als wertvolles Instrument für die Professionalisierung von MINT-Akteur*innen gewürdigt. Gemeinsam haben wir bereits eine Lernreise für unsere Mentorinnen des Ada-Lovelace-Projekts entwickelt.

Der Aktionsplan MINT+ zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Als langjähriger Teil einer starken MINT-Community werden wir unsere Arbeit für außerschulische, chancengerechte MINT-Bildung engagiert fortführen.

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