Eine Woche programmieren, tüfteln und Hochschulluft schnuppern: Beim diesjährigen girls@BWINF-Informatikcamp an der Universität Trier erhielten 25 Schülerinnen im Alter von 14 bis 17 Jahren aus ganz Deutschland die Gelegenheit, Informatik hautnah zu erleben. Vom 3. bis 7. August lernten die Teilnehmerinnen nicht nur die Grundlagen des Programmierens kennen, sondern erhielten auch spannende Einblicke in Studium, Forschung und Berufsperspektiven der Informatik. Das Camp ist Teil der bundesweiten Initiative girls@BWINF, die Mädchen für Informatik begeistern und ihnen den Weg in MINT-Studiengänge und -Berufe eröffnen möchte. Mit girls@BWINF bringen die Bundesweiten Informatikwettbewerbe Schülerinnen aus ganz Deutschland zusammen, begleiten sie dabei, ihr Informatik-Talent weiterzuentwickeln, und unterstützen sie auf ihrem Weg in MINT-Studiengänge und -Berufe.
Während der Campwoche waren die Schülerinnen im Jugendgästehaus Warsberger Hof in Trier untergebracht. Das abwechslungsreiche Programm begann mit der Begrüßung durch Juniorprofessorin Dr. Jacqueline Staub und einer gemeinsamen Scavenger Hunt zum Kennenlernen. Anschließend erwartete die Teilnehmerinnen ein vielseitiges wissenschaftliches und praktisches Angebot: In einer Vorlesung zur Algorithmik vermittelte Juniorprofessor Dr. Philipp Kindermann Grundlagen des algorithmischen Denkens, während PD Dr. Stephan Schmidt in seiner Mathematikvorlesung zeigte, welche Rolle mathematische Konzepte für die Informatik spielen. In Programmierworkshops vertieften die Schülerinnen ihr Wissen, entwickelten eigene Lösungen und konnten ihre Kreativität im Turtlestitch-Workshop ausleben. Ein Runder Tisch mit MINT-Studentinnen der Universität Trier bot Gelegenheit, Fragen rund um Studium und Berufswege zu stellen. Ergänzt wurde das Programm durch eine VR-Stadtführung „Treverer Code“ sowie gemeinsame Freizeitaktivitäten in Trier. Den Höhepunkt und zugleich Abschluss des Camps bildete ein Hackathon, bei dem die Teilnehmerinnen in Teams eigene Ideen entwickelten und das während der Woche erworbene Wissen in die Praxis umsetzten.
„Das Camp soll Mädchen zeigen, dass Informatik kreativ, abwechslungsreich und gesellschaftlich relevant ist“, erklärt JProf. Dr. Jacqueline Staub. Der direkte Austausch mit Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftlern und Studierenden ermöglicht den Teilnehmerinnen authentische Einblicke in das Studium und baut Hemmschwellen gegenüber MINT-Studiengängen ab. Gleichzeitig entstehen neue Kontakte zu Gleichgesinnten, die das Interesse an Informatik nachhaltig stärken.
Gemeinsam Mädchen für Informatik begeistern
Das girls@BWINF-Informatikcamp wird von den Bundesweiten Informatikwettbewerben (BWINF) gemeinsam mit dem Ada-Lovelace-Projekt und der Professur für Informatik und ihre Didaktik der Universität Trier organisiert. Die Initiative girls@BWINF setzt sich bundesweit dafür ein, mehr Mädchen für Informatik zu gewinnen und sie auf ihrem Weg in technische Studiengänge und Berufe zu unterstützen. Mit girls@BWINF bringen die Bundesweiten Informatikwettbewerbe Schülerinnen aus ganz Deutschland zusammen und begleiten sie dabei, ihr Informatik-Talent weiterzuentwickeln. Das Trierer Camp verbindet hierzu wissenschaftliche Vorträge, praktische Programmiererfahrungen und den persönlichen Austausch mit Vorbildern aus Hochschule und Studium.
Das Ada-Lovelace-Projekt der Universität Trier ist Teil des Rheinland-Pfälzischen Kompetenzzentrums für Frauen in MINT und engagiert sich seit vielen Jahren für die Förderung von Mädchen und Frauen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Das Projekt wird vom Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit Rheinland-Pfalz (MWWG), vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen, Familie und Jugend Rheinland-Pfalz (MASFFJ) sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) gefördert.










